lunedì 3 dicembre 2018

Was für eine Sonntagsüberraschung!
Jemand hat geläutet. Keine Antwort auf der Gegensprechanlage. Schau von der Fenstertür zum Balkon ob wer in den Innenhof kommt. Sehe eine junge Frau wie sie gerade die vor Turinstar platzierten Mülltonnen für´s Papier verschiebt. Zückt ihr Handy und beginnt zu fotografieren.
Jetzt mach ich mich bemerkbar und ruf vom zweiten Stock runter: Was macht Du mit den Fotos?
Warum dieses eigenartige Fahrrad?
Das ist eine lange Geschichte, wenn du willst, erzähl ich sie dir. Vollkommen unerwartet kommt sie rauf und lässt sich die Geschichte von Turinstar, von der Entdeckung des Sterns, von den Laserstrahlen bis zum Vortrag in Wien, dem zu Folge der Stern von Turin in der Fahrradversion entstand, erzählen.
Was für eine Freude Elena auf Turinstar zu fotografieren. 



Heute hatte ich ein ganz besonderes Treffen mit dem Architekten Peter Müller und seinem Fahrrad. Er war so freundlich, die Geschichte des Projekts zu erklären und mich seine Kreatur ausprobieren zu lassen: In den Formen scheint sie elegant zurückzuschauen, macht aber mit dem leichten und komfortablen Tritt in die Pedale einen Sprung nach vorne.

Tausend Dank liebe Elena!

martedì 6 novembre 2018

Kennengelernt habe ich Herbert auf dem Weg zur Schule, untergebracht in einer antiken Struktur Stile Schlösschen, etwas peripher in unserem seinerzeit äußerst ruhigen und einigermaßen verschlafenen Städtchen gelegen. Wir waren gerade 11 bzw. 10 Jahre alt und obwohl wir eben wegen dem Altersunterschied nicht in der gleichen Klasse waren haben wir uns angefreundet und uns auch außerhalb unser morgendlichen Begegnungen getroffen. Am Anfang war es das Schifahren, dann gelegentlich das Eislaufen, weiters spielten wir viel Tischtennis und manchmal auch Schach, womit wir es, wie ich jetzt weiß, auch dabei beließen.

Kam der Sommer trafen wir uns im Schwimmbad, liefen wir auf der Leichtathletikbahn um die Wette oder man ging auf den Tennisplatz: er ausgezeichnet, ich hingegen ein passionierter Zuschauer. Später begannen uns die Mädchen zu interessieren. Herbert groß, blond kam bestens an, zum Ausgleich fuhr ich schneller Schi. Gemeinsame Interessen verbanden uns. Es bestand ein gutes Einvernehmen und ich glaube sagen zu können, dass wir eine schöne Zeit miteinander verbrachten.

Das Ganze dauert fünf Jahre als mein Schulwechsel mich weit von unserem immer noch ruhigem und aus der Distanz betrachtet äußerst romantischem Städtchen, entfernte. Seit damals - inzwischen sind über fünfzig Jahre vergangen - haben wir uns vielleicht alle zehn Jahre gesehen, das wären 5 oder vielleicht sogar 6, 7 Mal, aber sicher waren´s nicht 10. Immerhin ein bisschen was wussten wir voneinander:

er unterrichtete nach dem Studium in Innsbruck genau in der Schule auf deren Weg zu ihr wir uns kennenlernten und wurde dann bevor er sein vierzigtes Lebensjahr vollendete Bürgermeister unserer Stadt. Ich hingegen begann während und nach dem Studium in Wien in verschieden Architekturbüros zu arbeiten, zuerst in Wien selber und dann in München. Nach einem einjährigen Asienaufenthalt hat mch mein Schicksal nach Turin geführt. Anfangs war ich in ein urbanistisches Projekt eines Pentagons bestehend aus vier Schlössern und einer Basilika aus dem frühen 18. Jhdt.rund um Turin situiert involviert und in Folge in ein alternatives Zweiradprojekt.

Kommunikation ist alles, wie mir einige Wochen vorher Heini Staudinger, Genie des Crowdfundings, wärmstens empfahl. Daran dachte ich auch als ich Herbert aufsuchte. Ich konnte nur hoffen, dass er an Turinstar Gefallen findet.

Mindestens zehn Jahre waren also seit unserem letzten Treffen vergangen, als ich im Büro des Bürgermeisters anrief und nach meinem Jugendfreund fragte. Ich habe ihn nicht vorgefunden aber wenig später bin ich wegen einem Termin für übermorgen um vier Uhr auf dem Stadtplatz zurückgerufen worden. Und so war es auch. Die gemeinsame Stunde verging mit Plaudereien über Bekannte und Verwandte wie im Flug. Für eine Probefahrt machten wir uns ein weiteres Treffen aus.

Herbert wie immer sportlich radelte ohne Umstände schnurstracks los, umfuhr zweimal das Rathaus und meinte dann, dass er das spezielle Fahrgefühl erkannt habe, jedoch wäre es auch etwas wackelig. Aber ja, mein lieber Freund, noch zwei Runden, dann wackelt nichts mehr. Du wirst gar nicht mehr absteigen wollen. Ausserdem ist es nur ein Prototyp, schon überholt und zu hoch.

Meine Absicht ist, einen weiteren Prototyp mit einem tieferen Schwerpunkt anzufertigen, eine Version mit 24“ Reifen. Das bedeutet, dass man 10 cm tiefer sitzt, mit den Füssen fest und sicher auf dem Boden aufgestützt. Turinstar soll außer vergnüglich auch absolut sicher sein!


Schon seinerzeit war es aus Sicherheitsgründen notwendig den Schwerpunkt nach vorne zu verschieben:
So ist jetzt der Zeitpunkt gekommen diesen wiederum aus Sicherheitsgründen abzusenken:


Mein Freund Helmut Humer, angesehener Lokalfotograf, disponibel und present für den Anlass, hält Herbert mit entschlossenem Ausdruck schon in Rennfahrposition nach nur wenigen Tritten in die Pedale fest:
und zuversichtlich vor dem Rathaus mit Turinstar!

Vielen Dank, lieber Herbert!


Ps: unsere Stadt mir dem für Ausländer schwierig aussprechbarem Namen heißt übrigens Vöcklabruck und wurde 1134 als Pons Veckelahe erstmals urkundlich erwähnt. Es kommt selten vor, dass sie irgendwer ausserhalb Österreichs kennt. Sie wird aber auch als Tor zum berühmten Salzkammergut bezeichnet. Als prominente touristische Referenz kann ich auf den etwa zehn Kilometer entfernten Attersee verweisen.

mercoledì 17 ottobre 2018

Heini lernte ich kennen, als er gerade seine ersten Schuhe in seinen sympathischen Laden in der Lange Gasse eingeräumt hatte. Die sogenannte Earthshoes wie sie damals hießen, die Bergaufschuhe, vorne hohe Sohle hinten wenig bis nix, wie ich sie belustigt nannte. Halb Zwentendorf war damals mit ihnen unterwegs.
Heini Friends and Shoes

Mit seiner Kusine Bessie und ihrem Freund Willi, und meiner Freundin Pia zogen wir seinerzeit gemeinsam abends und nächtens um die Häuser, wie Kleines Cafè, der Grieche in der Wienzeile und praktisch gegenüber das Dobner.

Tagsüber hingegen landeten wir auch bei Heini in der Lange Gasse, ein Staudinger mehr aus Schwanenstadt, der vierte den ich somit kannte. Ich erinnere mich an ihn als humorvollen Kerl, voller Energie und Optimismus. Er war in seiner Realität schon angekommen, seinerzeit wirklich beneidenswert.

Nach über 40 Jahren erinnerte sich Heini noch entfernt, Pia war doch eine kleine Dunkle? Ja genau, eine kleine Dunkle! Und das nach all den Leuten die er kennen lernte, und vor allem nach all denjenigen die ihn und seine GEA Waldviertlerschuhe kennen, praktisch das halbe Österreiche und Teile Deutschlands samt der Schweiz, und er eben sie nicht.

Es wird der Enthusiasmus, der Optimismus und die Überzeugung von seiner Sache sein, die es ihm erlaubt sich Geld von Freunden, Bekannten, Verwandten und Kunden auszuborgen, ohne sich an eine Bank wenden zu müssen. So geschehen von Anfang an beim ersten Einkauf um 300.000 Schillinge, ca 30.000€ bis zu einem Privatdarlehen von 3 Millionen Euro von 200 Personen zur Verfügung gestellt, was auf dem Gericht und in einem Skandal endete. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) machte ihm zum Vorwuf Bankgeschäfte ohne Lizenz zu betreiben, was mit einer Strafe bis zu 50.000 Euro zu ahnden wäre. Dreieinhalb Jahre später endete die Geschichte mit einem neuem Gesetz, dem "altFG/alternatives Finanzierungsgesetz", welches besagt, das alles was ihm verboten war jetzt allen erlaubt ist, das heisst Privatdarlehen bis zu 5 Millionen Euro sind mit geringen bürokratischen Auflagen seit September 2015 legal. Am Ende dieses jahrelangen Hin und Hers war Heini eine Art neuer Held geworden, ein Volksheld, der vorzeigte wie mit konstruktiver Kreativität und Produktivität ausserhalb der Banken Geld beschafft werden kann. 

Da meldet sich dann so ein Entfernter und bittet ihn mit seiner sogenannten Erfindung zu posieren. Kein Problem. Morgen mittag in Schrems, bist zum Mittagessen eingeladen!

Auf Grund meiner Orientierungsschwierigkeiten kam es zwar zu keinem Mittagessen, aber zu einer ausreichlichen Probefahrt. Was mich dann besonders freute, war dass Heini sofort das Gefühl mit Turinstar entspannt zu „cruisen“ entdeckte und das für mich aufmunternd auch frei von der Leber weg anerkannte.

Waunst in Produktion gehst ist scho oans fia mi resaviat. Natürlich selbstverständlich, wenn ich jemals wirklich in Produktion gehe, gerne, nur allzu liebend gern. Und das bei einem eigenen gerade frisch mit 30 Elektrorädern aufgestocktem Fuhrpark.

Ja , beeindruckend diese Elektroradeln und nachdem ich eins selber ausprobierte, wird es auch Turinstar zweifelsfrei in der elektrischen Version geben. Also dann entspannt und unterstützt in die Zukunft radeln...

Heini drehte noch einige Runden bis die Fotos gerade noch vor Sonnenuntergang geschossen wurden. In der Tat der Schatten ist schon ziemlich lang. Danke Heini! Hurrah grande Heini!

Heini ganz entspannt auf Turinstar: Kommunikation ist alles! (HeiniStaudinger) Na dann!





venerdì 12 ottobre 2018




Autofahrrad (patentwürdig)

Als sich die Kupplung meiner Mitsubishi Spacestar zum Auflösen begann, mit zwei Turinstar drinnen während einer abenteuerlichen Fahrt mitten in der Nacht ohne den geringsten Schatten eine lebendigen Wesens auf der Straße, abseits der Straße, was soll´s in diesem Moment der Konfusion, verloren und verlassen in den alpinen Kurven nahe Obermmergau, berühmt für seine religösen Passionsspiele, in Person nie dortgewesen, außer in diesem schwierigem Moment der Durchfahrt,

war es am Tag danch, nach einer Nacht im Spacestar neben zwei Turinstar nahe Emmingen auf einem Parkplatz der Autobahn, im fernen Westen Österreichs, genauer gesagt in Wolfurt bei meinem lieben Freund Helmut v. Luigi, als sich mein Glück am Telefon meldete:

es präsentierte sich mit dem Namen Ibrahim und vollkommen unerwartet hör ich den Origanalakkzent und Dialekt des Ländles - normalerweise schwer verständlich für alle östlich des Arlbergs Geborenen und hatte glücklicherweise die Gelegenheit im entfernten 1979 einige Monate in der Umgebung zu verbringen, deswegen war ich eher erfreut immer noch diese sicherlich deutsche aber mit dem Versäumnis der letzten mittelalterlichen Vokalverschiebung versehen, zu verstehen - und war eben der Einzige bereit die Frage Kupplung eines mittlerweile ziemlich seltenen Autos, eben meiner berüchtigten Spacestar mit Heckspoiler Marke Mitsubishi Baujahr 2000, unmittelbar anzugehen,

und damit meinen Aufenthalt bei lieben Freunden, bis zum Rand beschäftigt und vollkommen durcheinander bei seit Jahrzehnten unerwarteten Auftritten, nicht unnötig zu verlängern.

Noch am selben Tag hatte Herr Ibrahim, Inhaber einer Autowerkstätte in Dornbirn am Schwefel 49 - übrigens von höchster Effizienz und möchte hiermit meine Komplimente und jede Art von Empfehlung aussprechen, wobei es sich auch um einen beeindruckenden Fall zum brisanten Thema Immigration handelt - die notwendigen Stücke bestellt. Am nächsten Morgen war es sein Kollege Osman der mit dem Ausbau der kaputten Kupplung begann.

Osman groß und stark schaute mir zu, als ich Turinstar aus dem Auto rauszog. Ich richtete Sitz und Lenkrad gemäß seiner Größe large ein und lud ihn ein, es sich bequem zu machen:
Genau wie in einem Auto!
So kommentierte Osman, seines Zeichens Automechaniker vom Beruf seine bequeme Sitzposition auf Turinstar. Seit einiger Zeit sagte ich schon zu den Leuten, dass Turinstar statt aufsteigen wie beim klassischem Fahrrad einsteigen wie in ein Tretauto bedeutet. Also steigt man ein, lehnt sich zurück, die Hände auf die Lenkstange, mit einem Fuß auf´s Pedal als wär´s die Kupplung und mit dem anderen stößt man sich vom Boden ab.

Dieser Kommentar von Osman ließ mich scherzhaft antworten, dass früher oder später Turinstar zur Reparatur in die Autowerkstatt gebracht wird statt zum Fahrradmachaniker. In Wahrheit hab ich aber endlich den passenden Begriff für die Geometrie Turinstars gefunden: Turinstar ist kein Liegerad, keine Recumbent semi oder nicht, Turinstar ist ein klassisches Autorad, oder vielleicht besser gesagt, um es nicht mit einem Autoreifen zu verwechseln, ein Autofahrrad. Ein Fahrrad mit dem es sich fährt als befände man sich in einem Auto. Um etwaigen Vorstellungen vorzukommen, möchte ich darauf hinweisen, dass Fahrräder die u.a. in einem Auto untergebracht werden können, bestmöglichst im Kofferraum, der Kategorie Klappräder angehören.

Dieser komplett neue Begriff "Autofahrrad", sollte lediglich eine Definition sein - und kein Attribut wie Fun/Relax/Ergobike oder ähnliches - nämlich für alle Zweiräder die eine Sitzposition eines/r Autofahrers/in erfordern und dient somit auch zur Unterscheidung unter den verschiedenen Fahrradarten, wie es auch unter anderem bei den Autos üblich ist. Für den notwendigen internationalen Touch gibt es auch schon einige Übersetzungen, immer Auto mit den Zusätzen bycicle, cicletta und ciclette, also Autobycicle, Autocicletta und Autociclette!


giovedì 13 settembre 2018



mein Studienfreund Alfred mitten im Hof seines Büros in Wien

martedì 11 settembre 2018



mit Ferdi Stahl und Nicola Conte Filipelli in Wien, IV. Bezirk, Mommsengasse  

giovedì 8 settembre 2016


Mittlerweile ist Turinstar mit Silverstar im Fernsehen gelandet. Nachrichtensendung Piemonte.
Das Alles dank der großartigen Claudia Apostolo!






Jetzt reden wir aber von Turinstar, ein ganz spezielles Fahrrad, entworfen von einem in Turin verliebten Architekten, Peter Müller, zur Zeit ein Prototyp, realisiert von einem Fahrradwerk in Venaria, im Begriff die Produktion zu evaluieren.

Claudia Apostolo: Architekt, Urbanist lebt seit Jahren in Turin, geboren in Salzburg, ist von der Idee ausgegangen ein effizienteres System um in die Pedale zu treten zu erfinden und Stück für Stück hat das Projekt Form angenommen, ein Fahrrad für die Stadt welches an die Linien eines Easy Rider Motorrades erinnert.

Peter Müller: es ist eine Mischung aus einem Liegrad, wahrscheinlich wegen dem Konfort, wir liegen aber nicht mit dem Blick gegen den Himmel, nein, man sitzt aufrecht wie im Auto, und hat somit zwei Vorteile, die vertikale Position und das Treten mit der Rückenstütze wodurch sich mehr Watt entwickeln..

CA: Schubkraft

PM: Schubkraft

Turinstar heisst das Fahrrad, Silverstar das Unternehmen aus Venaria, das die Prototypen realisiert hat; gegründet 1981, produziert mit neun Angestellten im Jahr 6000 Fahrräder auch nach Maß und hat 5 Weltmeistertitel in der Sparte BMX gewonnen.

CA: Was hat Ihrer Meinung nach das Fahrrad spezielles?

Cristina Sirito: es hat einen besonderen Pedaltritt, und zwar weder den Klassischen noch den des üblichen Liegerades, daher “radelt” es sich bequem, mit wenig Mühe und vor allem belastet es nicht das Kreuz.

Der Stern ist ein ständig wiederkehrendes Thema für Peter Müller, der vor mehr als zwanzig Jahren auf einem sternfürmigem Grundriss, gebildet aus 5 Savoyerresidenzen, eine Pyramide aus Laserstrahlen plante: die Schlösser von Moncalieri, Stupinigi, Rivoli, Venaria und die Basilika von Superga. Ein ambitioniertes und geachtetes Projekt aber nie verwirklicht. Mit Turinstar auf Rädern hingegen geht was weiter.